Gedanken über den Zaun
Zur Kontaktförderung:
Zäune, Wälle und Mauern bringen Menschen zusammen und gliedern sie. Der Zaun kann ein Treffpunkt sein und beide sind sicher; ich bin einerseits daheim und trotzdem pflege ich Kontakte; über den Zaun hinweg. Das Gespräch über den Zaun hinweg kann Kontakte fördern; auf einmal sagt einer: "Komm doch hinüber um etwas zu trinken."
Folgendes ist erwiesen: Wenn ein Zaun entfernt wird und eine zusammenhängende Vorgartenlandschaft entsteht, gehen die Kontakte zurück. Die Leute trauen sich nicht mehr hinaus; und wenn, dann nur noch organisiert.
Zur sozialen Gliederung und zum Schutz:
Der Zaun bringt eine Gliederung des sozialen Raums. Türen und Schiebetore regeln, wer wann mit wem in Interaktion tritt. Zäune und Mauern bieten Schutz vor Gefahren. Türen und Tore sind Schleusen; sie gewähren Einlass für Gewünschtes. Ein Zaun gliedert Gruppen von Menschen; er schafft Ordnung wie das Nachbarschaftsrecht.
Hier noch der Literaturtip:
"Die Herren der Zäune" von Magnus Mills
Inhalt: Einen Zaun zu bauen ist eigentlich eine simple Angelegenheit: Man gräbt Löcher in die Erde, setzt einen Pfahl hinein und dann noch einen und noch einen, dann spannt man Drähte dazwischen usw. Hat man es allerdings mit Zaunbauern wie Tam und Richie zu tun, wortkargen Heavy-Metal-Fans, die immer im Doppelpack auftreten und sich nur widerwillig von Schottland nach England versetzen lassen, dann wird so ein Zaunbau zu einer bizarren Unternehmung. Die englische Landschaft ist gnadenlos trist, das Glück besteht in ereignislosen Kneipenbesuchen am Abend. Ungeschicklichkeiten führen zu Unfällen mit tödlichen Folgen für diverse Auftraggeber – aber aufs Vergraben sind die beiden ja spezialisiert. Lakonie ist der herrschende Tonfall bei Mills. Die merkwürdigen Geschäftspraktiken der Hall-Brüder, in deren Zaunbau-Territorium die beiden Schotten samt ihrem englischen Vorarbeiter nichts ahnend eingedrungen sind, schweben als immer düsterer werdende Bedrohung über der Sache.
Warum ein gepflegter Zaun?
- Außenanlagen eines Hauses werden leider oftmals vernachlässigt.
- Unansehnliche Zäune ergänzen sich zu verrosteten Treppengeländern und geben dem Haus einen ungepflegten Eindruck.
- Wenn man sich für billige Lösungen entscheidet, entsteht ein großes Gefälle zwischen dem Innen- und dem Außenbereich, die Gesamtharmonie wäre gestört.
- Übereinstimmen sollten Zaun und Tor auch mit den übrigen Außenanlagen wie Treppengeländer, Balkonbrüstungen, Terrassenumrandungen und Pergolen, um ein gleichmäßiges Bild zu schaffen.
- Bei der Planung eines Zauns sind immer Sicherheitsaspekte zu beachten, wobei das Sicherheitsbedürfnis bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist. Ein Zaun sollte zumindest nicht zum Übersteigen einladen.
Materialien
Es gibt verschiedenste Materialien, aus denen Zäune hergestellt werden können. Meist werden Holz, Kunststoff oder Metall verwendet.
Grundsätzlich gilt: Die Materialien sollten aufeinander abgestimmt sein. Die Außenanlagen sind ständig der Witterung ausgesetzt. Ungeeignete Materialien für einen Zaun benötigen einen hohen Pflege- und Wartungsaufwand. Sie stellen trotz niedriger Anschaffungskosten über die Jahre verteilt die teurere Lösung dar.
Wartungsfreie Materialien sind die bessere Alternative.
Tore
Einen soliden Torabschluss von Grundstück und Garage wünscht sich eigentlich jeder, doch wenn beides installiert ist, sehnt sich mancher nach den Zeiten zurück, als er einfach nonstop aufs Grundstück und in die am Morgen offen gelassene Garage rauschen konnte.
Das vor allem bei Dunkelheit, Schnee und Regen nervende Ritual von Aussteigen, Toröffnen, Vorfahren bis zur Garage, erneutem Anhalten und Aussteigen zum Öffnen des Garagentores plus umgekehrter Abfolge nach Abstellen des Fahrzeuges würde sich mancher liebend gern sparen. Die praktische Alternative: wie auch für Garagentore gibt es entsprechende Antriebe für das Gartentor.







